Zitronencouscous mit Currygemüse

Vielleicht geht es ja an einem der Pfingsttage noch ein bisschen unterwegs…ein kleiner Ausflug hier in die nähere Umgebung. Da finden wir es immer praktisch, wenn ein kleiner Snack vorbereitet ist, den wir unterwegs zu uns nehmen können.

Auf der Suche nach etwas Passendem bin ich wieder mal bei ihrem Buch hängen geblieben, denn das darin enthaltene Zitronencouscous mit Currygemüse gefiel mir ausgesprochen gut.

Ich habe die ganze Portion (für 4 Personen) zubereitet, so konnten wir heute schon mal ein wenig kosten und haben nun noch genug übrig, um es in meinen kleinen Weckgläsern verzehrfertig mitzunehmen.

Eines ist mir aber aufgefallen beim Zubereiten: entweder bin ich extrem langsam oder Nicole Stich wesentlich schneller als ich – ich habe dieses Gericht nicht in den angegebenen 30 Minuten fertig gehabt, denn die Gemüseschnippelei nimmt schon Zeit in Anspruch.

Aber es lohnt sich, denn wer Couscous mag, wird dieses Gericht lieben!

Zitronencouscous mit Currygemüse

Und so sieht es dann zum Mitnehmen aus:

Zitronencouscous mit Currygemüse - im Glas

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zitronencouscous mit Currygemüse
Kategorien: Couscous, Gemüse
Menge: 4 Portionen

Zutaten

2     Kleinere Zwiebeln
1     Möhre
1     Zucchino
12 Stangen   Grüner Spargel
2     Frühlingszwiebeln
1/2 groß.   Rote Chilischote
2     Bio-Zitronen
300 Gramm   Instant-Couscous
      Feines Meersaiz
2 Essl.   Olivenöl (plus etwas mehrzum Abschmecken)
3-4 Essl.   Pinienkerne
      Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Teel.   Zucker
1 Teel.   Currypulver
      Cayennepfeffer (wer mag)
4 Essl.   Griechischer Naturjoghurt oder saure Sahne

Quelle

  Nicole Stich – delicious days
  Erfasst *RK* 30.05.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Gemüse vorbereiten: Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Spalten
schneiden. Die Möhre waschen (falls nötig schälen), putzen und in dünne
Scheiben schneiden. Den Zucchino waschen, putzen und fein würfeln. Den
Spargel waschen, die holzigen Enden großzügig abschneiden und die
Stangen schräg in kleinfingerdicke Scheiben schneiden.
Frühlingszwiebeln waschen, die dunkelgrünen Enden und die Wurzeln
entfernen, die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Die Chili
waschen, entstielen und fein schneiden.

Die Zitronen heiß waschen und die Schale fein abreiben, den Saft
auspressen. 350 ml Wasser aufkochen und den Couscous in einer Schüssel
damit übergießen, Zitronensaft und -schale dazugeben, salzen, umrühren
und etwa 10 Minuten quellen lassen.

Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Darin die Zwiebeln bei
mittlerer Hitze anrösten, bis sie ein wenig Farbe annehmen, dann die
Pinienkerne und das restliche Gemüse dazugeben und in 8-10 Minuten
bissfest braten, dabei regelmäßig umrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker,
Currypulver und Cayennepfeffer (wer mag) würzig abschmecken.

Couscous mit einer Gabel auflockern, zum Gemüse in die Pfanne geben
und alles vermengen. Noch einmal abschmecken und etwas Olivenöl
darüberträufeln. Warm oder kalt mit Joghurt oder saurer Sahne servieren.

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Mohnbutterhörnchen

Immer wenn wir unterwegs sind, überfällt uns irgendwann der Hunger. Früher sind wir dann meist in eine Filiale einer größeren Bäckereikette gegangen und haben uns ein belegtes Brötchen sowie einen Milchkaffee gegönnt. Satt waren wir dann meist nicht, aber eine unverschämte Menge Geld los.

Seitdem ich selbst backe, belegen wir uns fast immer  zu Hause Brötchen, Brot oder Butterhörnchen; das ist nicht nur um einiges preiswerter, sondern hat auch den Vorteil, dass wir uns den Aufstrich ganz nach unseren Vorlieben aussuchen können.

Die Mohnhörnchen sowie der Belag in der neuesten Ausgabe des Monatsabos meiner Kochzeitschrift lachten mich an und sollten zum nächsten Ausflug mitgenommen werden – aber es versteht sich von selbst, dass ich die Mohnhörnchen nicht gekauft, sondern selbst Mohnbutterhörnchen gebacken habe.

Sie waren optisch zwar nicht so perfekt wie die, die man beim Bäcker kaufen kann, aber geschmacklich – ja so vermessen bin ich einmal – wesentlich besser: außen kross, innen butterzart und flaumig!

Mit dem Belag kann man ja variieren, ich hab' mal den aus der Zeitschrift gemacht und er hat uns sehr gut geschmeckt.

Mohnhörnchen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mohnbutterhörnchen
Kategorien: Hörnchen, Weizenmehl, Vorteig
Menge: 9 Brötchen

Zutaten

H VORTEIG: STEHZEIT 30 MINUTEN
10 Gramm   Hefe
135 ml   Wasser
150 Gramm   Weizenmehl Type 1050
H HÖRNCHENTEIG
350 Gramm   Weizenmehl Type 550
5 Gramm   Backmalz (nicht unbedingt notwendig)
10 Gramm   Salz
140-150 ml   Wasser
23 Gramm   Schweineschmalz (oder Butter)
      Vorteig

Quelle

  Rezept von Marla21
  http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/profile.php?mode=
  viewprofile&u=415&sid=8fa897c96d44b88e3df739d55b538fe6
  Erfasst *RK* 17.05.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand zu lösen beginnt.

Teigruhe: 20 Minuten

9 Portionen abwiegen und rund schleifen. Danach abgedeckt 10 Minuten entspannen lassen.

Anschließend die Teiglinge mit dem Wellholz langrollen und mit
weicher Butter bestreichen. Die Butter ein wenig fest werden lassen und
die Teiglinge dann fest zu Hörnchen aufrollen und formen. Die Hörnchen
dann mit Wasser bestreichen und in Mohn wälzen.

Die Teiglinge nun abgedeckt 30-40 Minuten gehen lassen.

Backen:

Ofen auf 250° C vorheizen und Hörnchen ca. 10 Min. anbacken, dann
Ofentüre kurz öffnen und Dampf ablassen. Temperatur reduzieren auf ca.
200° und weitere 13-15 Min. backen .

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mohnhörnchen
Kategorien: Belegte Brote, Snack
Menge: 2 Portionen

Zutaten

2     Eier (Kl. M)
100 Gramm   Möhren
80 Gramm   Kasseler-Aufschnitt
2 Essl.   Schnittlauchröllchen
150 Gramm   Frischkäse, körnig
      Salz
      Pfeffer
2     Mohnhörnchen (Eva selbstgemacht)*
2 Essl.   Gartenkresse

Quelle

  essen&trinken – Für jeden Tag
  Erfasst *RK* 17.05.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Eier ca. 8-10 Min. hart kochen. Möhren schälen und raspeln,
Kasseler- Aufschnitt in 1/2 cm dicke Streifen schneiden. Möhren,
Kasseler, Schnittlauchröllchen und Frischkäse mischen. Mit Salz und
Pfeffer würzen.

Eier abschrecken, pellen und am besten mit einem Eierschneider in
Scheiben schneiden. Mohnhörnchen waagerecht halbieren. Untere Hälften
mit der Möhren-Kasseler-Mischung belegen, Eischeiben darauflegen,
salzen und mit Gartenkresse garnieren. Obere Hälften der Hörnchen
daraufsetzen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Pro Portion: 28 g E, 13 g F, 27 g KH = 339 kcal (1421 kJ)

*Eva: separates Rezept

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Heute bleibt die Küche kalt……

……. heute wurde ein kleiner Ausflug gemacht…wirklich nur ein klitzekleiner.

Wir hatten mal wieder Lust auf unser Krabbenbrötchen

Krabbenbrtchen 

und sind daher ein wenig durch Dithmarschen – am Deich entlang – nach Friedrichskoog gefahren. Herrlicher Sonnenschein, nur mäßiger Wind, der Raps blüht – das sind die Tage, die ich hier im Norden liebe (ansonsten habe ich mich ja mit dem Klima und dem häufig heftigen Wind immer noch nicht so ganz arrangiert)!

Ich habe ein paar Fotos gemacht – vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen wie Dithmarschen aussieht….

Rapsblüte

Mein Dithmarschen = Sonne, lauer Wind und Rapsblüte!

Hunde

So ein Schild sollte ich mir mal beim Laufen umhängen 🙂

Windmühlen

Windmühlen….Windmühlen, wo auch immer man hinschaut

Schafe

Schafe natürlich auch in Hülle und Fülle….

Krabbenkutter 1

Krabbenkutter im Hafen von Friedrichskoog

Krabbenkutter 2

Krabbenkutterflotte

Krabbenkutter3

Auch mit ihm wird noch täglich nach Krabben gefischt

Der Wal

Und hier die neueste Attraktion vom Friedrichskooger Hafen = ein Spiel- und Sportparadies für Kinder und Jugendliche…..mir gefällt es – ehrlich gesagt – nicht: es erschlägt diesen kleinen, idyllischen Krabbenkutterhafen

Deichvorland 

Deichvorland am Friedrichskooger Hafen

Friedrichskoog Spitze 1 

Der Badedeich von Friedrichskoog, genannt 'Friedrichskoog-Spitze'. Als ich dieses Foto machte, sagte ein Urlauber hinter mir: "so einen richtigen Strand gibt es hier aber nicht, nur Schlick." Da musste ich dann doch innerlich grinsen, schließlich konnte er froh sein, dass überhaupt das Wasser da war – meist ist gerade Ebbe, wenn man ankommt!

Friedrichskoog Spitze 2 

Ja, ich weiß: man sollte nicht gegen die Sonne fotografieren, aber wenn doch nun schon mal Wasser da war…..;-)

Friedrichskoog Spitze 3 

Blick auf die "Strandpromenade" von Friedrichskoog – das was, man da sieht, war es dann auch schon….

Felder 

Felder, Felder und nochmals Felder

Hof 

Die ganz vereinzelt zu findenden Bauernhöfe liegen fast unsichtbar, gut geschützt gegen Wind und Sturm hinter Bäumen

Wiesen 

Plattes Land…….

Mühlen Raps 

Wiesen, Raps, Windmühlen……

Wiesen 2 

unendliche Weite und nichts, aber auch gar nichts los….:-)

Hafen Neufeld 

Zum Schluss noch der kleine Seglerhafen von Neufeld

Kurztrip nach Potsdam und Mini-Bloggertreffen

Hier hatte ich ja schon erwähnt, dass wir einen Kurztrip nach Potsdam und Berlin machen würden; aber der Hauptgrund dieser Fahrt war eine Einladung von Rike schon in den Anfängen meiner Bloggerzeit sie doch einmal in Potsdam zu besuchen.
Wir machten uns also am Freitag auf den Weg und fuhren über Hamburg nach Berlin – Staus ließen sich wieder mal nicht vermeiden -, enterten dort kurz unser Hotelzimmer und fuhren dann weiter zu Genial lecker.
Nach kurzem Plausch mit Rike und dem Sonnenschein des Hauses Genial lecker – ihrem kleinen Töchterlein – ging es mit der Tram in Richtung Sanssouci, wo wir bei herrlichem Wetter die Sehenswürdigkeiten in dem wunderschönen Parkgelände abliefen.

Sanssouci_1

Sanssouci_2

Sanssouci3

Sanssouci4

Danach tranken wir Deichrunners in der Kaffeerösterei Junick Kaffee und Rike eine afrikanische Schokolade.

Potsdam5

Potsdam6

Dann galt es aber den Nachhauseweg anzutreten, denn Herr Genial lecker wurde erwartet und wir wollten ja noch das tun, was Foodblogger verbindet: kochen!
Zuerst bekam das kleinste Mitglied der Familie Genial lecker einen von Mama’s selbstgekochten Babybreien und danach zeigte Rike uns beiden, wie man Spätzle von Hand schabt; ich bin zwar auch mit Spätzle aufgewachsen, aber bei uns kam – vor allem auch aus Zeitgründen – immer der Spätzledrücker zum Einsatz. Schnell stellte sich heraus, dass Herr D. für diese Arbeit besser geeignet ist als ich und so habe ich mich mit Zwiebel schälen, schneiden und anbraten beschäftigt und Herr Genial lecker mit den Schweinefilets.
Nach getaner Arbeit konnten wir dann zum gemütlichen Teil des Abends überwechseln, unser leckeres Essen verspeisen und allerbesten württembergischen Riesling trinken.

Essen

Am nächsten Mittag trafen wir uns wieder und Herr und Frau Genial lecker zeigten uns wieder einen anderen Teil Potsdam mit den bekannten Weberhäusern und dem Schloss Babelsberg und dem dazugehörigen wunderschönen Park;

Babelsberg_1

Babelsberg_2

Babelsberg3

leider spielte der Wettergott dann nicht mehr richtig mit und es begann zu regnen. So tranken wir im Hause Genial lecker Kaffee und unterhielten uns prächtig, gegen Abend gingen die Foodblogger aushäusig essen, um sich von der Qualität der Gastronomie in Potsdam einen Eindruck zu verschaffen. Das italienische Lokal, das Rike ausgewählt hatte, verfügt über eine umfangreiche, vielseitige Speisekarte und glänzt mit hausgemachter Pasta – so stand einem schönen kulinarischen Essen in guter Unterhaltung nichts im Wege.
Gemeinsam ging es – leider durch den Regen – wieder zurück zu Genial lecker und unserem Auto. Hier galt es Abschied nehmen, aber es war schnell klar, dass man sich wiedersehen würde….das nächste Mal aber sicherlich im Hause D.

Kochevent in Hamburg: Braten, Backen, Bloggen und Frittieren

Als ich vor gut 2 Wochen eine Mail in meinem Postkasten vorfand mit einer Einladung zum Kochevent von Butaris  "Braten, Backen, Bloggen und Frittieren" für den 3. Juli im Resturant Nil  in Hamburg war ich mehr als überrascht.
Wie kam ich nur zu dieser Ehre? Nach kurzer Beratung mit Herrn D. stand schnell fest, dass wir teilnehmen wollten – zumal dies auch Gelegenheit bot,  andere Blogger aus der näheren Umgebung zu treffen.

Leider fiel der besagte Termin auf einen der wenigen, außergewöhnlich schwülen Tage in Norddeutschland und wir kamen gerade noch rechtzeitig vor dem Beginn des 24-Stunden-Regens im Nil an.

Nil1

Hier wurden wir von Mitarbeitern der ausrichtenden Agentur sowie dem Veranstalter und dem Koch Bernd Arold  begrüßt, der in Kürze in München sein eigenes Restaurant eröffnen wird; des Weiteren waren mehrere Online-Foodjournalisten eingeladen. Für mich als Neuling war dies natürlich die Gelegenheit, mehrere Foodblogger persönlich kennenzulernen – dies waren: Chaosqueen, die Küchengeister, der Nasebär, Foodfreak und Küchenlatein.

Nach kurzem Small-Talk und Kennenlernen mit erfrischenden Getränken gab uns Bernd Arold den Ablauf des Abends bekannt. Die Vorspeise – Kaffeethuna auf Rosen-Vitello mit rumgebackener Sesam-Feige – hatte er teilweise vorbereitet: die Zutaten waren schon eingelegt. Er versprach uns einen Zutatenmix, der unsere bisherigen Geschmackserfahrungen auf exotische Weise erweitern würde.

Er erläuterte uns die Arbeitsschritte und Zutaten des jeweiligen Ganges und bezog dann alle Teilnehmer in die Zubereitung mit ein (sprich: er verteilte die Arbeit!).
Aufgrund der entsprechenden Zubereitungsdauer wurde dann zuerst das Dessert vorbereitet: Halbflüssiger Schokokuchen mit Karotten-Vanille-Kirschen. Der Schokoladenkuchen wurde mit einer gewagten Mischung aus Süßholz, Zitronenverbene, Lindenblüten, Eukalyptus und Lavendelblüten aromatisiert.
Die Kirschen kamen in einen Sud aus Karottensaft, Vanilleschoten und Limettenblätter.

Nil2

Kirschen_2

Nachdem die Vorbereitungsarbeiten für das Dessert abgeschlossen waren, widmeten wir uns der Vorspeise.
Alle Zutaten hatten eine hervorragende Qualität  – was man am Thunfisch und dem Kalbstafelspitz sehr gut erkennen kann.

Thunfisch
Tafelspitz

Feigen

Es wurde angerichtet und wir konnten uns der Vorspeise widmen. Mir schmeckte der ungewohnte Aromen-Mix außergewöhnlich gut.

Vorspeise

(leider fehlt hier noch die – in Tempura-Teig frittierte – Feige)

Nun durfte wieder gearbeitet werden, der Hauptgang war an der Reihe: Jakobsmuscheln im Rindermantel auf Artischocken-Physalis und Bockshornklee-Ziegen-Dinkletten – wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass für Abdecken und die Spülarbeiten fleissige Helfer im Hintergrund tätig waren – vielen Dank dafür!

Ein Teil der Foodblogger widmete sich dem Nudelteig und dem anschließenden Herstellen der Ravioli, die anderen kümmerten sich um Fleisch, Jacobsmuscheln und die  Artischoken-Physalis-Beilage.

Fleisch
Fleisch2

Fleisch3

Nudeln1_2

Nudeln2_2

Leider fielen ab jetzt weitere Fotos, die Herr D. hätte machen wollen, dem Genuß der hervorragenden, begleitenden Weine und den vielen Speisen zum Opfer und daher gibt es weder Bilder vom kompletten Hauptgang noch von der Nachspeise.

Die Kombination Jakobsmuscheln im Rindermantel mag ja sehr interessant sein, aber mir persönlich wären bei der so guten Qualität der Zutaten die Einzelaromen lieber gewesen. Außerdem kann ich nach dem erstmaligen Genuss einer Jakobusmuschel nicht den Hype auf diese Meeresfrucht nachvollziehen. Der Geschmack der Beilage – Artischocken-Physalis – war aufgrund der gewünschten Kreativität der Teilnehmer leider dem Gewürzwahn zum Opfer gefallen, so dass mehr der exotische Pfeffer den Ton angab als die Frische der Artischocke und die Süße der Physalis. Diese Kritik soll aber nicht bedeuten, dass der Hauptgang Herrn D. und mir nicht geschmeckt hat.

Da das Dessert ja schon zu Beginn vorbereitet worden war, musste der Teig des Schokoladenkuchens nur noch in feuerfeste Formen gefüllt, kurz gebacken und dann mit den Kirschen zusammen angerichtet werden.
Das Dessert entpuppte sich als Schokokuchen-Überraschung, da auch hier die angewandte Gewürzmischung die Geschmacksknospen einer weiteren Herausforderung unterzogen. Im Hause D. war man sich uneins über dieses Geschmackserlebnis: Herr D. fand die Kombination Schokokuchen mit den Kirschen und dem dazu gereichten Tütchen Ahoi-Brause – natürlich im klassischen Waldmeistergeschmack – einfach prickelnd; ich konnte keinen flüssigen Kern finden und hatte anscheinend auch von den besonderen Aromen nichts abbekommen, auch die Ahoi-Brause nahm ich lieber seperat zu mir.

Herr Arold hat die Teilnehmer an diesem Event direkt ins Geschehen eingebunden und nie den "Chef" herausgekehrt; es entstand durch seine offene, sympathische Art eine schöne, harmonische "Arbeitsumgebung", die für mich und Herrn D. diesen Abend zu einem Highlight machten und uns vergessen ließen, dass wir einer gesponserten Einladung gefolgt waren. Wir beide haben an diesem Abend viel Neues erfahren dürfen, unseren Gewürzhorizont erweitern können und werden sicher – in Erinnerung an dieses Event – immer wieder versuchen neue Richtungen in unsere Kochleidenschaft zu bringen.
Gute Gespräche bereicherten diesen Abend noch zusätzlich.