Heidschnuckenweg – Etappe 2

Heute bleibt Deichrunners Küche mal wieder kalt.
Bekanntlich kann Frau Deichrunner ja – dem elenden Rücken geschuldet – nicht mehr laufen (Joggen) und sucht so immer nach neuen Möglichkeiten ihrem Bewegungsdrang zu frönen: bisher mit Radfahren und nun soll (vielleicht) das Wandern dazu kommen.

Angefixt durch die Blogbeiträge von In der Nähe bleiben und Der Wanderfreund – beides sehr lesenswerte Blogs – wollte ich ausprobieren, ob das Wandern auch zu einer Alternative fürs Laufen für mich werden kann – zumal ich nicht der Radfahrer bin, der auch in der kalten Jahreszeit fährt.

Der Heidschnuckenweg ist unterteilt in 13 Etappen und führt auf 223 km von Fischbek bis Celle. Ich habe mich für die Etappe 2 entschieden, die auf 15 km von Buchholz in der Nordheide bis nach Handeloh führt und gerade erst zum schönsten Wanderweg 2014 gewählt wurde. Die schönste Zeit für einen Besuch in der Lüneburger Heide ist natürlich, wenn die Heide in voller Blüte steht – Suse vom Blog 180° beschreibt das sehr schön. Die volle Blüte habe ich um ungefähr 2 Wochen verpasst, aber auch jetzt waren die Heideflächen noch wunderschön anzusehen.

Der Einstieg in die Etappe 2 des Heidschnuckenweges ist der Bahnhof Buchholz in der Nordheide. Der Wanderweg ist mit einem schwarzen H ausgeschildert und das so hervorragend, dass ich kein einziges Mal nach dem Weg suchen musste.

Vorbei am Buchholzer Stadtteich gelangt man nach einer kurzen Strecke an der Bahnlinie längs in ein schönes Mischwaldgebiet und ist mit der Natur und sich alleine – außer einer Joggerin ist mir auf den ersten 5 km niemand begegnet.

Man passiert den Höllenschluchtweg – ein Trockental im Wald….

…und nach ca. 6 km öffnet sich die Landschaft und man sieht die blühende Heidelandschaft um den Brunsberg herum.

Der Brunsberg bietet ein einmaliges 360° Heide-Panorama; sternförmig führen aus allen Richtungen Wege durch die Heidelandschaft zu diesem Aussichtspunkt.

Faszinierend fand ich, wie unterschiedlich farbig sich die Heide präsentiert: von zartem Flieder bis fast leuchtendem Rot – je nachdem in welcher Entfernung man sich befindet und wie das Licht einfällt.

Weiter geht es wieder durch den Wald….nach gut 30 Jahren im platten Dithmarschen merke ich in der neuen Heimat immer mehr wie sehr mir doch der Wald gefehlt hat…hatte ich doch in Kindertagen den Schwarzwald quasi direkt vor der Haustür.
Gleich zwei Ameisenhügel habe ich auf dieser Wanderung gesehen, auch da ist der zuletzt Gesichtete Ewigkeiten her.

Spätestens bei diesen Sandwegen wird deutlich, dass Radfahren hier nur mühsam, teilweise gar nicht möglich ist.

Und wieder tritt man aus dem Wald heraus, sieht den Pferdekopf vor sich mit seinen herrlich blühenden Heideflächen und unterhalb des Pferdekopfs liegt das wunderschöne Büsenbachtal.

Der Büsenbach. Hier kann man das besondere Phänomen einer ‚Bachschwinde‘ erleben, wo der Gewässerverlauf im Untergrund versickert und erst weiter unterhalb wieder zu Tage tritt.

Sogar beim entwurzelten Baum ist das schwarze H (Markierung des Heidschnuckenweges) erhalten geblieben. 😉

Nach etwas mehr als 3 Stunden und 15,5 erwanderten Kilometern bin ich dann doch nicht mehr ganz frisch und froh, als ich den Bahnhof von Handeloh erblicke und von dort mit dem ‚Heidesprinter‚ zurück nach Buchholz fahren kann.

Fazit: dies war nicht meine letzte Wanderung! 🙂

 

18 Antworten auf „Heidschnuckenweg – Etappe 2“

  1. Eva, wie toll – Du bist also gleich losgelaufen! Alle Achtung,
    eine Frau der Tat!
    Und Du hast ja so Recht: Radfahren ist im Winter oft lästig,
    Wandern hingegen immer schön. Die Fotos mit der blühenden Heide
    gefallen mir sehr. Man möchte sofort selber nachgucken gehen.
    Wie schade, dass ich gleich nach München
    muss (dort ist ja diesen Sommer das Wetter immer so schlecht :-)).
    Viel lieber würde ich jetzt diesen feinen Spätsommertag im Norden
    genießen.

    Liebe Grüße
    Stefanie

  2. Eva die Heidesprinterin 😉
    Das tönt nach einer sehr schönen Strecke und weckt die die Wanderlust. Ich „wandere“ gerne mit ein paar Schlägern und einem kleinen weissen Ball als Begleitung 😉
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    1. ja, mir gefällt es hier ja auch sehr gut; aber wenn du erst in den nächsten Wochen kommst, wird das mit der Blüte nichts mehr sein und dann sieht das hier auch alles wesentlich trüber aus.
      Oh, du hast auch Rücken? Mein Mitgefühl, denn das braucht kein Mensch!!
      LG Eva

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